Sommerberg LLP Anlegerrecht - Börsenkurse

Das Firmengeflecht der MIG-Fonds

Zwischenzeitlich gibt es 13 MIG-Fonds, an denen sich über 20.000 Anleger mit einer Kapitalanlage beteiligt haben. Aktuell wird der MIG-Fonds 15 aufgelegt.

Die Anlage erfolgt durch Zeichnung einer Beitrittserklärung, mit der sich die Anleger verpflichten, sich als Kommanditisten an einem der als Kommanditgesellschaften ausgestalteten MIG-Fonds zu beteiligen. Abhängig davon, welchen Vertrag die Anleger geschlossen haben, erfolgt die Einlagenzahlung entweder in einer Summe oder ist vom Anleger in monatlichen Raten zu erbringen.

Die Anleger beteiligen sich dabei mittelbar über die Treuhandgesellschaft MIG Beteiligungstreuhand GmbH. Die Anlegerbetreuung erfolgt durch die FintexConsulting GmbH.

Die MIG-Fonds 1 bis 6 wurden initiiert von dem Emissionshaus MIG Verwaltungs AG und die MIG-Fonds 7 bis 13 und 15 von der HMW Emissionshaus AG.

Der Exklusivvertrieb der MIG-Fonds erfolgt durch die HMW Innovations AG, die bis vor kurzem noch als Alfred Wieder AG (AWAG) firmierte.

Die GA Global Asset Fund GmH & Co. KG (GAF) und die GC Global Chance Fund GmbH & Co. KG (GCF) gelten als „Vorgängerfonds“ der MIG-Fonds.

Bei den MIG-Fonds ebenso wie ihren Vorgängerfonds GAF und GCF handelt es sich um Blind-Pools, da diese Fondsunternehmen im Rahmen der Prospektierung nicht erklären, in welche konkreten Anlageobjekte sie beabsichtigen zu investieren. Laut Prospektierung wird vielmehr lediglich angekündigt, dass eine Vermögensanlage in Private-Equity- und Venture-Capital-Investitionen beabsichtigt sei. Dies solle durch Erwerb von Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen erfolgen.

Mehrere der MIG-Fonds und deren Vorgängerfonds GAF und GCF haben sich teils erheblich finanziell engagiert bei der Isarna Therapeutics GmbH, die zuvor noch als Antisense Pharma GmbH firmierte. Dies bedeutet, große Summen des von den Fonds eingeworbenen Anlegerkapitals wurden investiert in die Isarna Therapeutics GmbH.

Diese Gesellschaft aber weist in ihrem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012, dort in der Bilanz, ein negatives Eigenkapital („nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag“) in Höhe von 5,02 Millionen Euro aus. Damit schließt die Isarna Therapeutics GmbH bereits zwei Geschäftsjahre in Folge mit einem negativen Eigenkapital ab.

Diese Entwicklung ist aus Sicht der Fondsanleger sehr unerfreulich.

Die Bremer Anlegerkanzlei Sommerberg vertritt Kapitalanleger deutschlandweit in Schadensersatzverfahren. Ihr Ansprechpartner für MIG-Fonds: Rechtsanwalt Thomas Diler, Telefon: 0421 3016790, thomas.diler@sommerberg-llp.de

 

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WirtschaftsWoche zu MIG-Fonds: Risikokapital für Normalanleger unberechenbar

Die Zeitschrift WirtschaftsWoche (WiWo) berichtet aktuell in ihrer Ausgabe Nr. 4 über die MIG-Fonds. Es finden sich kritische Anmerkungen zu einem Investment von Normalanlegern in Risikofonds wie die MIG-Fonds.
Sommerberg LLP Anlegerrecht - Aktienkurse

MIG-Fonds: Regressmöglichkeit bei Falschberatung und Prospektfehlern

Eine Geldanlage in MIG-Fonds ist mit erheblichen Risiken verbunden. Anleger, die sich falsch beraten und sich nicht über die Risiken richtig aufgeklärt sehen, können mögliche Schadensersatzansprüche prüfen lassen.
Sommerberg Anlegerrecht - Zeitung

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MIG-Fonds: Regressmöglichkeit bei Falschberatung und Prospektfehlern

Eine Geldanlage in MIG-Fonds ist mit erheblichen Risiken verbunden. Anleger, die sich falsch beraten und sich nicht über die Risiken richtig aufgeklärt sehen, können mögliche Schadensersatzansprüche prüfen lassen.
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MIG-Fonds: Regressmöglichkeit bei Falschberatung und Prospektfehlern

Eine Geldanlage in MIG-Fonds ist mit erheblichen Risiken verbunden. Anleger, die sich falsch beraten und sich nicht über die Risiken richtig aufgeklärt sehen, können mögliche Schadensersatzansprüche prüfen lassen.

Schadensersatz bei Falschberatung

Nach der geltenden Rechtlage muss ein Berater seinen Beratungskunden ordnungsgemäß über eine empfohlene Kapitalanlage beraten. War die Beratung wesentlich fehlerhaft, dann kommen Schadensersatzansprüche des betroffenen Anlegers in Betracht. Rechtsanwalt Diler sagt: „Wir machen bereits für mehrere MIG-Fondsanleger solche Schadensersatzansprüche geltend, weil sich die Anleger falsch beraten sehen.“

Zu einer anlage- und anlegergerechten Beratung gehört eine umfassende Aufklärung über die Risiken des Investments. Schließlich werden die Anleger zu Miteigentümern und tragen damit auch das Risiko, das im Totalverlust ihres investierten Geldes enden kann. Darüber hinaus seien MIG-Fonds auch nicht für den Aufbau einer sicheren Altersvorsorge geeignet. „Eine Kapitalanlage muss zum Risikoprofil des Anlegers passen. Die MIG-Fonds sind für die Anleger sehr riskant. Also nichts für Menschen, die an einer sicheren Kapitalanlage interessiert waren“, erklärt Rechtsanwalt Diler.

Schadensersatz bei Prospektfehlern

Regressmöglichkeiten gibt es auch bei wesentlichen Prospektfehlern. Den Beteiligungsangeboten in die MIG-Fonds lagen umfangreiche Verkaufsprospekte zugrunde. Die Rechtsanwälte der Anlegerkanzlei Sommerberg haben alle 13 Verkaufsprospekte geprüft und damit Dokumente mit einer Länge von weit über 1.000 Seiten gesichtet.

„Wir sind der Meinung, dass mehrere MIG-Fondsprospekte fehlerhaft sind. Denn sie enthalten bestimmte Angaben und Erläuterungen nicht, die unserer Ansicht nach für die Entscheidung der Anleger, ob sie sich an MIG-Fonds beteiligen wollen, aber wichtig gewesen wären“, so Rechtsanwalt Diler.

Rückabwicklung des Fondserwerbes

Wenn für einen Anleger ein Schadensersatzanspruch besteht, dann ist dieser in der Regel gerichtet auf faktische Rückabwicklung des Fondserwerbes. Dies bedeutet, der Anleger verlangt die vollständige Erstattung seines in den Fonds investierten Kapitals und überträgt dafür im Gegenzug seine Fondsbeteiligung.

Die Bremer Anlegerkanzlei Sommerberg vertritt Kapitalanleger deutschlandweit in Schadensersatzverfahren. Ihr Ansprechpartner für MIG-Fonds: Rechtsanwalt Thomas Diler, Telefon: 0421 3016790, thomas.diler@sommerberg-llp.de

 

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WirtschaftsWoche zu MIG-Fonds: Risikokapital für Normalanleger unberechenbar

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MIG-Fonds: Regressmöglichkeit bei Falschberatung und Prospektfehlern

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MIG-Fonds für Kleinanleger nicht geeignet

Die Anleger beteiligen sich als Kommanditisten am jeweiligen MIG-Fonds. Es handelt sich somit um unternehmerische Beteiligungen. „Solche Geldanlagen in Form von Kommanditanteilen stufen wir als riskant ein. Grundsätzlich besteht aus Anlegersicht das Risiko, dass das angelegte Geld zu einem großen Teil oder sogar vollständig verloren gehen kann, vor allem wenn es zu einer finanziellen und wirtschaftlichen Schieflage oder gar Insolvenz des Fonds kommt“, erklärt Thomas Diler, Rechtsanwalt bei der Kanzlei Sommerberg.

Die von der Stiftung Warentest herausgegebene Zeitschrift Finanztest (Ausgabe 10/2005) schreibt in einem Bericht unter der Überschrift „Private-Equity-Fonds: Riskanter Fischzug“ zu Private Equity-Fonds und hier auch zum MIG Fonds 2 auszugsweise:

„Für Kleinanleger nicht geeignet“

„Fazit: Allenfalls für sehr vermögende Privatleute mit hoher Risikobereitschaft eignen sich Private Equity Fonds. Zur Altersvorsorge sind sie ungeeignet. Ratensparpläne für Kleinanleger sind viel zu teuer.“

Ein seriöser Berater sollte seinen Beratungskunden unbedingt auf diese Risiken hinweisen, wenn er einen solchen Fonds vorstellt. Für Anleger, die ihr Geld konservativ (also ohne Verlustrisiko), anlegen wollen, sind geschlossene Fondsbeteiligungen ungeeignet.

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WirtschaftsWoche zu MIG-Fonds: Risikokapital für Normalanleger unberechenbar

Die Zeitschrift WirtschaftsWoche (WiWo) berichtet aktuell in ihrer Ausgabe Nr. 4 über die MIG-Fonds. Es finden sich kritische Anmerkungen zu einem Investment von Normalanlegern in Risikofonds wie die MIG-Fonds.
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MIG-Fonds: Regressmöglichkeit bei Falschberatung und Prospektfehlern

Eine Geldanlage in MIG-Fonds ist mit erheblichen Risiken verbunden. Anleger, die sich falsch beraten und sich nicht über die Risiken richtig aufgeklärt sehen, können mögliche Schadensersatzansprüche prüfen lassen.
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MIG-Fonds: Anwalt zum Schadensersatz bei unterlassener Aufklärung über hohe Weichkosten

Wenn Anleger nicht vor dem Beitritt zu einem Fonds über hohe Weichkosten eines Fonds aufgeklärt worden sind, können sie bei bestimmten Bedingungen Schadensersatz verlangen. Vor allem, wenn die Berater die Kunden nicht über Provisionen von 15 Prozent und mehr aufgeklärt haben, sollte geprüft werden, ob der Fondsanleger deswegen eine Schadensersatzmöglichkeit hat. Darauf weist Rechtsanwalt Thomas Diler von der Kanzlei Sommerberg LLP hin.

Anwalt Diler weiter: „Wir konnten zwischenzeitlich ermitteln, dass sich aber die Provisionen einschließlich Agio bei den MIG-Fonds auf mehr als 15% des Anlegerkapitals belaufen.“

Das ergibt sich aus den Seiten 48 und 49 der gemeinsamen Leistungsbilanz 2011 zu den MIG-Fonds der Emissionshäuser MIG Verwaltungs AG und HMW Emissionshaus AG. Danach betragen die Provisionen einschließlich Agio immer mehr als 15 Prozent und teils knapp 20 Prozent.

Auch den Prospekten ist zu entnehmen, dass teils rund 20 Prozent der Einlagen der Anleger für Fondsnebenkosten verwendet werden. Dies sind die „Weichkosten“, also insbesondere Vertriebskosten und Kosten für die Eigenkapitalvermittlung, etwa Provisionen für die Anlagevermittler.

Beim MIG Fonds 3 beispielsweise wurde laut Prospekt mit Fondsnebenkosten von 23,67 Prozent geplant. Dies bedeutet, dass von je 100 Euro eingezahltes Anlegergeld sofort und vorab 23,67 Euro von der Fondsgesellschaft ausgegeben werden, u.a. für Marketing und Vermittlungsprovision. Dieses Geld kann vom Fonds also nicht mehr in die Beteiligungen investiert werden. Entsprechend hohe Renditen müsste der Fonds erzielen, damit es überhaupt gelingt, dass die Anleger beim geplanten Laufzeitende ohne Verlust wieder aus ihrer Beteiligung aussteigen können. Noch höher müsste die Rendite sein, damit der Fonds Gewinne für die Anleger einfährt.

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Provisionen bei MIG-Fonds und Agio:

MIG-Fonds 1: 19,97% zzgl. 5% Agio

MIG-Fonds 2: 19,97% zzgl. 5% Agio

MIG-Fonds 3: 23,97% kein Agio

MIG-Fonds 4: 22,10% kein Agio

MIG-Fonds 5: 15,95% zzgl. bis zu 5% Agio

MIG-Fonds 6: 19,62% kein Agio

MIG-Fonds 7: 16,95% zzgl. bis zu 6,75% Agio

MIG-Fonds 8: 19,96% kein Agio

MIG-Fonds 9: 19,96% zzgl. bis zu 5,5% Agio

MIG-Fonds 10: 19,85% zzgl. 3,5% Agio

MIG-Fonds 11: 19,85% zzgl. bis zu 5,5% Agio

MIG-Fonds 12: 19,85% zzgl. 4,5% Agio

MIG-Fonds 13: 19,85% zzgl. bis zu 5,5% Agio

 

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Sommerberg LLP Anlegerrecht - Risiko und Chance

Aktuelles zum MIG-Fonds 13

Der MIG-Fonds 13 wurde im Juli geschlossen, so eine Veröffentlichung der Emittentin auf deren Internetseite. Allerdings wurde nicht bekannt gegeben, in welcher Höhe Anlegergelder eingesammelt werden konnten.

Darüber hinaus steht die gesetzlich vorgeschriebene Veröffentlichung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2012 der MIG Fonds 13 Fondsgesellschaft noch immer aus.

Die Prospektnachträge Nr. 27, 29, 30, 34, 35, 36, 39 zum MIG-Fonds 13 haben zwei unterschiedliche Stellvertreterinnen „aufgrund Vollmacht“ des Vorstandes der Initiatorin HMW Emissionshaus AG gezeichnet. Der Hintergrund für diese Vollmachterteilungen ist hier nicht bekannt. Weswegen unterzeichnet der Vorstand nicht selbst derart wichtige Dokumente?

Antisense Pharma GmbH (jetzt: Isarna Therapeutics GmbH)

Mehrere der MIG-Fonds haben sich finanziell an der Antisense Pharma GmbH beteiligt. Die Antisense Pharma GmbH weist auch in ihrem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012, dort in der Bilanz, ein negatives Eigenkapital („nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag“) in Höhe von 5,02 Millionen Euro aus. Das ist nun das zweite Geschäftsjahr in Folge, welches diese Beteiligungsgesellschaft mit einem negativen Eigenkapital abschließt. Der Abschlussprüfer KPMG weist in seinem Bestätigungsvermerk zu diesem vorgenannten Jahresabschluss auf die Darstellung im Lagebericht hin, wonach der Fortbestand der Antisense Pharma GmbH von zeitnahen und der Höhe nach adäquaten Eigenkapitalzuführungen abhängig ist.

In dem Jahresabschluss zum 31.12.2012 wird auch erwähnt, dass eine schriftliche Absichtserklärung der MIG Fonds vorliegt, die Antisense Pharma GmbH bis zum Ende des Jahres 2014 adäquat mit Liquidität und Eigenkapital zu versorgen.

instrAction GmbH

Auch bei diesem Zielunternehmen haben sich mehrere MIG Fonds beteiligt. Im Zeitraum 2012 bis 2014 jedoch insbesondere der MIG Fonds 13. Die instrAction GmbH verweist in dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 auf Finanzierungszusagen der Gesellschafter, falls sich eine Zahlungsunfähigkeit abzeichnet. Die Finanzierung der Geschäftstätigkeit sei bis Oktober 2014 gesichert – also (nur?) noch für die nächsten drei Monate.

Nicht erwähnt wird in den von den Geschäftsführungen aufgestellten Jahresabschlüssen der Antisense Pharma GmbH und der instrAction GmbH, welche der Gesellschafter und welche MIG-Fonds verbindliche Finanzierungszusagen abgegeben haben. Im Hinblick darauf, dass die an diesen Zielunternehmen beteiligten MIG-Fonds allesamt geschlossen und/oder vollständig investiert sind, wird die Entwicklung der nächsten Monate für die MIG-Fonds Anleger demnach sehr aufschlussreich.

Wir werden zur Antisense Pharma GmbH und der instrAction GmbH sowie deren Bewertungen auf der Grundlage der vorgenannten Jahresabschlüsse und die Bedeutung insbesondere für die MIG-Fonds 5, 7, 9, 11 und 13 demnächst noch mehr ausführen, sagt Sommerberg-Rechtsanwalt Diler. Wir bleiben weiter am Ball!

Die Anlegerkanzlei Sommerberg vertritt die Interessen zahlreicher Anleger, die sich durch ihre Geldanlage in MIG-Fonds geschädigt sehen. Für die Anleger macht die Kanzlei Sommerberg Schadensersatz geltend. Sie haben Fragen? Sprechen Sie uns an.

 


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WirtschaftsWoche zu MIG-Fonds: Risikokapital für Normalanleger unberechenbar

Die Zeitschrift WirtschaftsWoche (WiWo) berichtet aktuell in ihrer Ausgabe Nr. 4 über die MIG-Fonds. Es finden sich kritische Anmerkungen zu einem Investment von Normalanlegern in Risikofonds wie die MIG-Fonds.
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MIG-Fonds: Regressmöglichkeit bei Falschberatung und Prospektfehlern

Eine Geldanlage in MIG-Fonds ist mit erheblichen Risiken verbunden. Anleger, die sich falsch beraten und sich nicht über die Risiken richtig aufgeklärt sehen, können mögliche Schadensersatzansprüche prüfen lassen.
Sommerberg LLP Anlegerrecht - Aktien zur Geldanlage

Für Anle­ger besteht als Maxi­mal­ri­siko die Total­ver­lust­ge­fahr für ihr inves­tier­tes Geld

„Wir sind momentan mit der Prüfung von Prospekten verschiedener MIG Fonds befasst, wobei es hier vor allem um einen Plausibilitätscheck geht“, erklärt Rechtsanwalt Diler von der Kanzlei Sommerberg.

Beratung bei Fondsausstieg für Anleger bundesweit: Das Team der Anlegerkanzlei Sommerberg vertritt und berät Fondsanleger in ganz Deutschland. Wir stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite. Beratungstelefon: 0421/3016790. Wenn Sie Fragen zur Möglichkeit eines Fondsausstiegs haben oder eine Rückabwicklung Ihrer Beteiligung erreichen wollten, sprechen Sie uns gerne unverbindlich an.

Die MIG Fondsgesellschaften haben Vermögensanlagen in Form von Kommanditbeteiligungen emittiert. Insgesamt bestehen die zwischenzeitlich folgenden 13 MIG Fonds:

MIG AG & Co. Fonds 1 KG

MIG AG & Co. Fonds 2 KG

MIG AG & Co. Fonds 3 KG

MIG AG & Co. Fonds 4 KG

MIG AG & Co. Fonds 5 KG

MIG AG & Co. Fonds 6 KG

MIG AG & Co. Fonds 7 KG

MIG AG & Co. Fonds 8 KG

MIG AG & Co. Fonds 9 KG

MIG AG & Co. Fonds 10 KG

MIG AG & Co. Fonds 11 KG

MIG AG & Co. Fonds 12 KG

MIG AG & Co. Fonds 13 KG

Die MIG Verwaltungs AG ist Initiatorin und Prospektherausgeberin der Fonds Nr. 1 bis 6 und die HMW Emissionshaus AG ist Initiatorin und Prospektherausgeberin der Fonds Nr. 7 bis 13.

Bei den angebotenen Investments handelt es sich um sog. Venture-Capital- bzw. Private-Equity-Fonds. Die jeweilige MIG Fondsgesellschaft beabsichtigt, das nach Abzug der Weichkosten verbleibende Anlegergeld dafür zu verwenden, Beteiligungen an kleineren und mittelständischen Unternehmen zu erwerben.

Die Anleger beteiligen sich als Kommanditisten am jeweiligen Fonds. Es handelt sich somit um unternehmerische Beteiligungen. „Solche Geldanlagen in Form von Kommanditanteilen stufen wir als riskant ein. Grundsätzlich besteht aus Anlegersicht das Risiko, dass das angelegte Geld zu einem großen Teil oder sogar vollständig verloren gehen kann, vor allem wenn es zu einer finanziellen und wirtschaftlichen Schieflage oder gar Insolvenz des Fonds kommt“, erklärt Anwalt Diler.

Die von der Stiftung Warentest herausgegebene Zeitschrift Finanztest (Ausgabe 10/2005) schreibt in einem Bericht unter der Überschrift „Private-Equity-Fonds: Riskanter Fischzug“ zu Private Equity-Fonds und hier auch zum MIG Fonds 2 auszugsweise:

„Für Kleinanleger nicht geeignet“

„Fazit: Allenfalls für sehr vermögende Privatleute mit hoher Risikobereitschaft eignen sich Private Equity Fonds. Zur Altersvorsorge sind sie ungeeignet. Ratensparpläne für Kleinanleger sind viel zu teuer.“

Ein seriöser Berater sollte seinen Beratungskunden unbedingt auf diese Risiken hinweisen, wenn er einen solchen Fonds vorstellt. Für Anleger, die ihr Geld konservativ (also ohne Verlustrisiko), anlegen wollen, sind geschlossene Fondsbeteiligungen ungeeignet.

Hohe Vertriebskosten / Fondsnebenkosten

Laut Leistungsbilanz 2011 (Seiten 48 und 49) der beiden Emittenten MIG Verwaltungs AG und HMW Emissionshaus AG betragen die Provisionen bei den einzelnen MIG Fonds teils rund 20 Prozent und mehr. Den Prospekten ist zu entnehmen, dass teils rund 20 Prozent der Einlagen der Anleger für Fondsnebenkosten verwendet werden. Dies sind die „Weichkosten“, also insbesondere Vertriebskosten und Kosten für die Eigenkapitalvermittlung, etwa Provisionen für die Anlagevermittler.

Beim MIG Fonds 3 beispielsweise wurde laut Prospekt mit Fondsnebenkosten von 23,67 Prozent geplant. Dies bedeutet, dass von je 100 Euro eingezahltes Anlegergeld sofort und vorab 23,67 Euro von der Fondsgesellschaft ausgegeben werden, u.a. für Marketing und Vermittlungsprovision. Dieses Geld kann vom Fonds also nicht mehr in die Beteiligungen investiert werden. Entsprechend hohe Renditen müsste der Fonds erzielen, damit es überhaupt gelingt, dass die Anleger beim geplanten Laufzeitende ohne Verlust wieder aus ihrer Beteiligung aussteigen können. Noch höher müsste die Rendite sein, damit der Fonds Gewinne für die Anleger einfährt.

MIG Fonds 13

Der Prospekt zum MIG Fonds 13 verweist unter der Überschrift „Leistungsbilanz für das Portfolio-Management“ (Seite 63) auf einen erfolgreichen Verkauf des Beteiligungsunternehmens etkon im Jahr 2007. Die weniger erfolgreichen Beteiligungen der Vergangenheit werden in der Berichterstattung der MIG Vorgänger-Fonds nicht erwähnt.

Antisene pharma

Mehrere MIG Fonds sind auch mit entsprechenden Kapitaleinsätzen an der Antisene Pharma GmbH beteiligt. Hierbei handelt es sich um ein biopharmazeutisches Unternehmen mit Schwerpunkt in der Erforschung und Entwicklung innovativer Krebsmedikamente. Bei diesem Unternehmen befindet sich der Wirkstoff Trabedersen in der Entwicklung.

Die Antisene Pharma GmbH führt dazu mit Pressemitteilung vom 26. Februar 2013 auszugsweise wie folgt aus:

„Erste Analysen des Nebenwirkungsprofils ergaben, dass das Nutzen-Risiko-Verhältnis für den TrabedersenBehandlungsarm im Vergleich zum Kontrollarm in dieser Studie als ungünstig erscheint. Die intrakranielle Infusion von Trabedersen mittels Konvektion („convection enhanced delivery“; CED) und die hierfür erforderliche chirurgische Implantation eines Kathetersresultierten in einer deutlichen, klinisch relevanten Häufung sogenannter „Serious Adverse Events“ (SAEs) im Trabedersen-Arm. Angesichts dieser Erkenntnisse geht das Unternehmen nunmehr davon aus, dass für die intrakranielle Gabe das gesundheitliche Risiko für die Patienten einen möglichen klinischen Nutzen übersteigt. Konsequenterweise hat das Unternehmen daher beschlossen, die Entwicklung der intrakraniellen, lokalen Gabe von Trabedersen bei Gliompatienten zunächst nicht weiter zu verfolgen.“

„Wir prüfen die weitergehende Bedeutung für die Plausibilität“, erklärt Anwalt Diler.

Nachträgliche Anmerkung zu unserem Bericht (ergänzt 03.06.2013)

In dem Factsheet des MIG Fonds 13 zum 31. Januar 2013 wird die Beteiligung an der instrAction mit 2,25 Millionen Euro angegeben. Gemäß den Prospektnachträgen hat sich der MIG Fonds 13 erst zum 26. März 2013 in dieser Höhe beteiligt.

Zum MIG Fonds 11

Der MIG Fonds 11 wurde im Jahr 2011 platziert, d.h. noch bis Ende 2011 wurde Kapital von den Anlegern eingeworben.

Noch datierend vom 15. Dezember 2011 gab es einen Prospektnachtrag zum MIG Fonds 11, nämlich den Prospektnachtrag Nr. 14.

Weder hier noch in weiteren Prospektunterlagen ist aber vom folgenden wesentlichen Umstand die Rede, nämlich davon, dass bereits zeitlich zuvor (also während der Platzierungsphase des MIG Fonds 11) sich der Fonds verpflichtet hatte, der Antisene Pharma GmbH insgesamt über 5 Millionen Euro an Eigenkapital im Rahmen einer Kapitalerhöhung zur Verfügung zu stellen.

Bereits mit Beteiligungsvertrag vom 06.12.2011 hat sich der MIG Fonds 11 aber schon verpflichtet, einen im Rahmen einer weiteren Barkapitalerhöhung geschaffenen Geschäftsanteil zu nominal 14.059 Euro an der Antisene Pharma GmbH zu übernehmen. Dieser neue Geschäftsanteil wird auch zum Nominalbetrag ausgegeben. Zudem ist MIG Fonds 11 zur Leistung einer schuldrechtlichen Zuzahlung in die Kapitalrücklage der Gesellschaft in Höhe von € 383,10 je € 1,00 Nominalkapitalerhöhung verpflichtet. Die Zuzahlungsbeträge sind sofort zur Zahlung fällig.

Anwalt Diler: „Darüber können wir weder im Prospekt noch in Nachträgen hierzu Informationen finden. Noch am 06.12.2011 wurde der Antisene Pharma GmbH also Kapital in erheblicher Höhe zugesichert, aber wir finden dies nicht in der Prospektierung.

Nachträgliche Anmerkung zu unserem Bericht (ergänzt 31.07.2013)

Im kürzlich veröffentlichten Factsheet des MIG Fonds 13 zum 31. März 2013 wird die Beteiligung an der instrAction mit 3 Millionen Euro angegeben. Gemäß den Prospektnachträgen hat sich der MIG Fonds 13 weder am 26. März 2013 noch bis zum 30. Juni 2013 in dieser Höhe beteiligt. Anwalt Diler: „Das können wir nicht nachvollziehen.“

In dem Factsheet zum 31. März 2013 wird auch eine verbindliche Investitionszusage gegenüber instrAction über 500.000 Euro angegeben. In den Prospektnachträgen macht der MIG Fonds 13 diese Investitionszusage erst am 30. Juni 2013. „Auch dies verwundert uns und wir werden Konsequenzen daraus für unsere Mandanten prüfen“, so Diler weiter.

 

 


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Eine Geldanlage in MIG-Fonds ist mit erheblichen Risiken verbunden. Anleger, die sich falsch beraten und sich nicht über die Risiken richtig aufgeklärt sehen, können mögliche Schadensersatzansprüche prüfen lassen.